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Erster Start

Die Dateien holst du von der Download-Seite. Diese Seite beschreibt, was du damit machst.

Starten

Binary ohne Argumente starten, oder doppelklicken:

bash
quickrun

QuickRun startet seinen Listener auf 127.0.0.1:9876, legt ein Icon ins Tray und öffnet sein Fenster.

Unter Windows zeigt das Fenster dieselbe Seite, die der Listener ausliefert, im System-WebView — eine Oberfläche statt zwei, und die Browser-Engine ist die, die Windows sowieso mitbringt. Die Seite bringt ihren eigenen Header mit, deshalb fügt das Fenster keinen zweiten hinzu, und der Link Open in browser darin ist der Ausweg, den ein Fenster ohne Adressleiste sonst nicht hat. Sonst, und immer wenn kein WebView verfügbar ist oder QUICKRUN_NO_WEBVIEW gesetzt ist, zeichnet das Fenster seine eigene native Ansicht derselben Daten.

Das Fenster hat diese Bereiche:

  • Start a run — ein Repository und ein Branch, ohne Browser-Erweiterung. Repository eintippen, QuickRun listet die Branches, stellt die schon einmal gelaufenen Refs nach oben und wählt den vor, den du sowieso genommen hättest. PR-Nummer und Token für ein privates Repository liegen hinter More. Nach Prepare steht der Plan da — und, wenn die Config Inputs deklariert, zuerst ein Formular dafür; es läuft nichts ohne Bestätigung

  • Runs — was läuft, mit Fortschritt und Log-Ausgabe in Echtzeit. Jeder Task zeigt seinen Zustand, seine Adresse sobald es eine gibt, und die Prozess-ID dessen, was er gestartet hat. Stop bittet den Run zu stoppen: er zeigt stopping, solange die Stop-Kommandos der Config laufen, gibt ihnen 30 Sekunden und beendet danach, was übrig ist — und zwar alles, was das Kommando gestartet hat, nicht nur das, was noch eine ununterbrochene Linie zurück hat: dotnet run startet die Anwendung, der Prozess dazwischen ist oft schon weg, und so eine Anwendung hat ein Stop früher überlebt und weiter auf ihrem Port geantwortet. Der Run verlässt diesen Zustand immer.

    Ein beendeter Run kann weiterhin Prozesse besitzen: ein Task, der einen Server im Hintergrund startet und sich beendet, ist als Task fertig — der Server läuft weiter. So ein Run zeigt still running und behält ein Stop, das diese Prozesse beendet; genau dieser Fall war es, in dem „stopped" gelogen hat. Remove nimmt einen beendeten Run aus der Liste und löscht nichts, der Checkout bleibt unter Workspaces; solange noch Prozesse leben, wird es abgelehnt, weil der Eintrag der letzte Griff an ihnen ist

  • Config builder — eine quickrun.yml schreiben, prüfen und testen, siehe Config-Builder

  • Workspaces — was ausgecheckt ist, wieviel Platz es braucht, und wie man es entfernt

  • Browser extension — wie die Erweiterung funktioniert

  • Settings — ob QuickRun beim Anmelden startet, ob quickrun im Terminal funktioniert, und was die Kommandozeile kann

  • About — Version, Installationsquelle, Update-Prüfung

Das Fenster öffnet dort, wo du es verlassen hast, in der Größe, in der du es verlassen hast, und maximiert, wenn es maximiert war — festgehalten in window.json neben den Workspaces.

Dieselbe Ansicht gibt es im Browser unter http://127.0.0.1:9876, wenn du sie dort lieber hast. quickrun --browser öffnet sie so; quickrun --no-tray lässt das Tray-Icon ganz weg.

Einstellungen

Zwei Schalter, beide benutzerbezogen, keiner braucht Administratorrechte:

  • Start QuickRun when I sign in — der Browser-Button braucht ein laufendes QuickRun. Unter Windows ist das ein Wert unter HKCU\...\CurrentVersion\Run, unter Linux eine .desktop-Datei in ~/.config/autostart, unter macOS ein Launch Agent in ~/Library/LaunchAgents. Der Settings-Tab zeigt welcher, damit man es auch von Hand zurücknehmen kann — und sagt es, wenn der Eintrag auf ein Programm zeigt, das inzwischen woanders liegt.
  • Make quickrun work in a terminal — unter Windows kommt das Programmverzeichnis in den eigenen PATH, und laufende Shells werden benachrichtigt; ein neues Terminal hat den Befehl dann. Unter Linux und macOS wird quickrun in ein bin-Verzeichnis verlinkt, das ohnehin im PATH liegt (~/.local/bin, unter macOS das Homebrew-Verzeichnis, wenn es beschreibbar ist), statt in irgendein Shell-Profil zu schreiben.

quickrun install macht beides plus den quickrun://-Handler in einem Schritt, quickrun uninstall nimmt es zurück.

Protokoll registrieren und beim Anmelden starten

bash
quickrun install

Registriert das quickrun://-Schema und legt einen Autostart-Eintrag an. Das Schema hat eine Aufgabe: die Browser-Erweiterung kann QuickRun damit starten, wenn es installiert ist aber nicht läuft. Ohne funktioniert alles weiter, solange QuickRun läuft, wenn du den Button klickst.

Unter Linux landet dabei auch das Icon in ~/.local/share/icons, und neben dem Handler wird ein normaler Programmeintrag geschrieben: QuickRun steht dann mit Icon im Menü wie jedes andere Programm. Unter Windows steckt das Icon in der Binary, unter macOS im App-Bundle.

Der Reiter Browser extension in der lokalen UI macht dasselbe nur für das Schema und sagt, wie der Stand ist: registered, not registered oder registered to another build — letzteres nach dem Verschieben oder Neuinstallieren der Binary, und der einzige Fehler, der wie Erfolg aussieht. Administratorrechte braucht das nicht: unter Windows ist es ein Schlüssel unter HKCU\Software\Classes\quickrun, unter Linux eine .desktop-Datei in ~/.local/share/applications.

Unter macOS braucht das Schema das App-Bundle — eine nackte Binary kann kein URL-Schema für sich beanspruchen.

Prüfen, ob es funktioniert

Ein beliebiges Repository auf GitHub öffnen. Neben dem Branch-Dropdown erscheint ein Run this-Button. Ein Klick startet noch nichts: QuickRun checkt das Repository aus, dann zeigt die Erweiterung die exakten Befehle und wartet auf deine Bestätigung.

Aktualisieren

Über → Auf x.y.z aktualisieren im Fenster erledigt es: QuickRun lädt das Release für deine Plattform, prüft es gegen die mitveröffentlichten Prüfsummen, ersetzt das Binary und startet in die neue Version neu. Windows, macOS und Linux gleichermaßen. Die Seite wartet, bis der neue Build antwortet, und lädt sich dort hinein — „hat es geklappt" muss niemand fragen.

Dasselbe im Terminal:

bash
quickrun update          # installiert, wenn QuickRun das Binary besitzt
quickrun update --check  # meldet nur

QuickRun leitet aus dem Installationspfad ab, wer das Binary verwaltet. Hat ein Paketmanager es dort abgelegt, meldet update die Version und den passenden Befehl statt die Datei zu überschreiben — zwei Updater, die um dieselbe Datei kämpfen, sind der Anfang von Versionschaos.

Der Download wird gegen die mit dem Release veröffentlichten Checksummen geprüft, bevor etwas ersetzt wird, und das Update greift beim Neustart, nie mitten in einem Lauf. --no-update schaltet die Prüfung ab.

Deinstallieren

bash
quickrun clean --all   # zuerst die ausgecheckten Workspaces entfernen
quickrun uninstall     # quickrun:// und den Autostart-Eintrag abmelden

Danach das Binary entfernen, oder scoop uninstall quickrun / brew uninstall quickrun / winget uninstall fgilde.QuickRun.